Sonntag 17. Dezember 2017

Inhalt:

STATUTEN DES VEREINES PASTORALES FORUM
Förderung der Kirchen in Ost(Mittel)Europa


1. Name, Sitz und Tätigkeitsbereich
1.1 Der Verein führt den Namen „Pastorales Forum – Förderung der Kirchen in Ost(Mittel)Europa“.
1.2 Der Verein hat seinen Sitz in Wien.
1.3 Er erstreckt seine Tätigkeit auf das österreichische Bundesgebiet, insbesondere auf das Bundesland Wien.

2. Zweck des Vereines
Der Verein, der gemeinnützig ist und dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, dient vorrangig wissenschaftlichen und darüber hinaus kirchlichen Zielen. Er bezweckt
2.1 im Wesentlichen die wissenschaftliche Erforschung der religiös-kirchlichen Lage in den ehedem kommunistischen Staaten Ost- und Mitteleuropas.
•    durch empirische Feldforschung
•    durch Aufarbeiten historischer Dokumente
•    durch die Dokumentation und Auswertung einschlägiger Sekundärliteratur
•    durch die Abfassung und Förderung von Publikationen, die sich auf die vorgenannten wissenschaftlichen Aktivitäten stützen.
2.2 Darüber hinaus erstreckt sich die Tätigkeit auf die Unterstützung bzw. die Realisierung von Projekten zur Unterstützung von Kirchen in den benachbarten ost(mittel)-europäischen Ländern durch
• Abhaltung von Symposien zu pastoralen Grundsatzfragen, organisatorische und finanzielle Unterstützung von befristeten pastoralen Orientierungsvorgängen für Personen in pastoralen Leitungsämtern,
• Schaffung der Voraussetzungen zur aktiven Teilnahme an der Lehr- und Forschungstätigkeit des Wiener Institutes für Pastoraltheologie,
• Gewährung von Stipendien für Studenten aus dem ost(mittel-)europäischen Raum für Studien der Pastoraltheologie, mit dem Ziel der Erlangung des Doktorgrades oder zur Habilitierung,
• Erarbeitung bzw. Modifizierung von Richtlinien für die Vergabe von Vereinsmitteln für die unter vorher angeführten Zwecke.

3. Tätigkeiten zur Verwirklichung des Vereinszweckes
Der beabsichtigte Vereinszweck soll durch folgende Tätigkeiten verwirklicht werden:
3.1 Ideele Tätigkeiten
Versammlungen, Informationsveranstaltungen, Vorträge, Diskussionen, gesellige Zusammenkünfte, Vergabe von Förderungsmitteln, Herausgabe eines Informationsblattes, entsprechende Beteiligungen an Projekten gemäß Punkt 2 der gegenständigen Satzung oder deren Realisierung.
3.2 Aufbringung der erforderlichen finanziellen Mitteln:
Mitgliedsbeiträge, Spenden, Erträgnisse aus Veranstaltungen, Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen, Erträgnisse aus der Verwaltung von eigenen Vermögenswerten.


4. Mittelverwendung
Die Mittel des Vereins dürfen nur für die in der Satzung angeführten Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereines dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereines erhalten. Es darf keine Person durch den Verein zweckfremde Verwaltungsauslagen oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

5. Arten der Mitgliedschaft
Die Mitglieder gliedern sich in ordentliche Mitglieder, fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder.
5.1 Ordentliche Mitglieder sind solche, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen.
5.2 Fördernde Mitglieder sind solche, die die Zielsetzungen des Vereines durch Förderungsbeiträge unterstützen.
5.3 Ehrenmitglieder sind solche, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden. Aufgrund besonderer Leistungen kann bestimmten Ehrenmitgliedern der Titel „Ehrenpräsident“ verliehen werden.

6. Erwerb der Mitgliedschaft
6.1 Mitglieder des Vereins können alle physischen und juristischen Personen sein.
6.2 Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet der Vorstand endgültig. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.
6.3 Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch die Generalversammlung.
6.4 Vor der Konstituierung des Vereines erfolgt die vorläufige Aufnahme von Mitgliedern durch die Proponenten. Diese Mitgliedschaft wird erst durch die Konstituierung des Vereines wirksam.

7. Beendigung der Mitgliedschaft
7.1 Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt, durch Streichung und durch Ausschluss.
7.2 Der Austritt kann nur mit Ende eines jeden Kalenderjahres erfolgen. Er muss dem Vorstand mindestens einen Monat vorher mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet, so ist sie erst zum nächsten Austrittstermin wirksam.
7.3 Die Streichung eines Mitgliedes kann der Vorstand vornehmen, wenn dieses trotz mehrmaliger Einladung an den Veranstaltungen des Vereines länger als ein Jahr ohne Angabe von  Gründen nicht teilnimmt und sich auch sonst für die Dauer von mehr als einem Jahr an der Vereinsarbeit ohne Angabe von Gründen nicht beteiligt.
7.4 Der Ausschluss eines Mitgliedes aus dem Verein kann vom Vorstand wegen Verletzung der Mitgliedspflichten, wegen Verletzung dieser Statuten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden.
7.5 Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den in Abs. 4 genannten Gründen auf Antrag des Vorstandes von der Generalversammlung endgültig beschlossen werden. Gleiches gilt für die Aberkennung des Titels „Ehrenpräsident“.


8. Rechte und Pflichten der Mitglieder
8.1 Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereines zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht steht allen ordentlichen Mitgliedern zu.
8.2 Die Mitglieder haben das Recht, in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit des Vereines und über die finanzielle Gebarung informiert zu werden. Wenn es jedoch mindestens ein Zehntel der Mitglieder unter Angabe von Gründen verlangt, so ist der Vorstand verpflichtet, jedes dieser Mitglieder auch außerhalb der Generalversammlung, und zwar binnen vier Wochen ab dem Einlangen des Verlangens, entsprechend zu informieren.
8.3 Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereines nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereines leiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten.

9. Vereinsorgane
Organe des Vereines sind die Generalversammlung, der Vorstand, die 2 Rechnungsprüfer und das Schiedsgericht.

10. Die Generalversammlung
10.1 Die ordentliche Generalversammlung findet alljährlich innerhalb von sechs Monaten nach Beginn des Kalenderjahres statt.
10.2 Eine außerordentliche Generalversammlung hat auf Beschluss des Vorstandes oder der ordentlichen Generalversammlung oder auf schriftlichen begründeten Antrag von mindestens zehn Prozent der Mitglieder oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer oder  auf Verlangen des Schiedsgerichtes stattzufinden.
In den vorgenannten Fällen hat die außerordentliche Generalversammlung längstens zwei Monate nach Einlangen des Antrages auf Einberufung beim Vorstand stattzufinden.
10.3 Sowohl zu den ordentlichen als auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens drei Wochen vor dem Termin schriftlich einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand.
10.4 Anträge zur Tagesordnung sind mindestens drei Tage vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich einzureichen.
10.5 Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über den Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung – können nur zu Tagesordnungspunkten gefasst werden.
10.6 Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme. Juristische Personen werden durch einen Bevollmächtigten vertreten. Die Übertragung des Stimmrechtes ist unzulässig. Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig. Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig, so findet die Generalversammlung eine halbe Stunde später mit derselben Tagesordnung statt, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig ist.
10.7 Die Wahlen und Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
10.8 Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Obmann, in dessen Verhinderung sein Stellvertreter. Wenn auch dieser verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

11. Aufgabenkreis der Generalversammlung
Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:
a) Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses,
b) Beschlussfassung über den Voranschlag,
c) Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes,
d) Bestellung und Enthebung der Rechnungsprüfer,
e) Beratung und Beschlussfassung über sonstige, auf der Tagesordnung stehende Fragen,
f) Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedbeiträge für ordentliche und fördernde Mitglieder,
g) Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft,
h) Entscheidung über Berufung gegen Ausschlüsse von der Mitgliedschaft,
i)  Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereines.

12. Der Vorstand
12.1 Der Vorstand besteht aus 6 Mitgliedern, die von der Generalversammlung gewählt werden.
12.2 Die Mitglieder des Vorstandes wählen aus ihrer Mitte einen Obmann, einen Obmann-Stellvertreter, einen Schriftführer, einen Schriftführer-Stellvertreter, einen Kassier und einen Kassier-Stellvertreter.
12.3 Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt zwei Jahre, auf jeden Fall währt sie bis zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind wieder wählbar.
12.4 Der Vorstand hat das Recht, bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist.
12.5 Der Vorstand wird vom Obmann bzw. Obmann-Stellvertreter schriftlich oder mündlich einberufen.
12.6 Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens drei von ihnen anwesend sind.
12.7 Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
12.8 Den Vorsitz führt der Obmann, bei dessen Verhinderung der Obmann-Stellvertreter. Ist auch dieser verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied.
12.9 Außer durch Tod und Ablauf der Funktionsperiode erlischt die Funktion eines Vorstandsmitgliedes durch Enthebung und Rücktritt.
12.10 Die Generalversammlung kann jederzeit die von ihr gewählten Mitglieder des Vorstandes ihrer Funktion entheben.
12.11 Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktrittes des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt des gesamten Vorstandes wird erst mit der Wahl bzw. der Entsendung des neuen Vorstandes wirksam.
12.12 Der Vorstand kann seine Geschäftsführung durch eine Geschäftsordnung regeln.

13. Aufgabenkreis des Vorstandes
Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereines. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind.
In seinem Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
a) Erstellung des Jahresvoranschlages sowie Abfassung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses,
b) Vorbereitung und Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen Generalversammlungen,
c) Verwaltung des Vereinsvermögens,
d) Aufnahme, Ausschluss und Streichung von Vereinsmitgliedern,
e) Aufnehme und Kündigung von Angestellten des Vereines.

14. Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder
14.1 Vertretung nach außen:
a) Der Obmann vertritt den Verein nach außen, bei seiner Verhinderung der Obmann-Stellvertreter.
b) Schriftstücke und Bekanntmachungen des Vereines, insbesondere den Verein verpflichtende Urkunden, sind vom Obmann oder Obmann-Stellvertreter und vom Schriftführer oder Schriftführer-Stellvertreter gemeinsam, sofern sie jedoch finanzielle Angelegenheiten betreffen, vom Obmann oder Obmann-Stellvertreter und vom Kassier oder Kassier-Stellvertreter gemeinsam zu unterfertigen.
14.2 Im Innenverhältnis gilt Folgendes:
a) Der Obmann führt den Vorsitz in der Generalversammlung und in den Vorstandssitzungen. Bei Gefahr im Verzug ist er berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen. Diese bedürfen jedoch zu ihrer Wirksamkeit der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.
b) Der Schriftführer hat den Obmann bei der Führung der Vereinsgeschäfte zu unterstützen. Ihm obliegt die Führung der Protokolle der Generalversammlung und der Vorstandssitzungen.
c) Der Kassier ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereines verantwortlich.

15. Rechnungsprüfer
15.1 Der Verein hat zwei Rechnungsprüfer. Die Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung für die Funktionsdauer des Vorstandes gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.
15.2 Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten.

16. Das Schiedsgericht
16.1 In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht.
16.2 Das Schiedsgericht setzt sich aus 3 ordentlichen Mitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von zwei Wochen dem Vorstand ein ordentliches Mitglied als Schiedsrichter namhaft macht. Die so namhaft gemachten Schiedsrichter wählen mit Stimmenmehrheit ein drittes ordentliches Mitglied zum Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
16.3 Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

17. Auflösung des Vereines
17.1 Die freiwillige Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zwecke einberufenen Generalversammlung mit Dreiviertel-Mehrheit der abgegebenen Stimmen beschlossen werden.
17.2 Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Liquidation zu beschließen, insbesondere hat sie einen Liquidator zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wie dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Keinesfalls darf das Vermögen in einer wie auch immer gearteten Form den Vereinsmitgliedern zugute kommen. Dieses Vermögen hat vielmehr einer Organisation zuzufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt. Eine solche Organisation ist gebunden, das Vermögen einer gemeinnützigen oder mildtätigen Organisation (im Sinne des § 34 ff Bundesabgabenordnung) zuzuführen.
17.3 Die gleiche Vermögensbindung, wie gemäß Abs. 2 gilt bei Wegfall des bisherigen Vereinszweckes.
17.4 Der letzte Vereinsvorstand muss die freiwillige Auflösung
• der Vereinsbehörde schriftlich anzeigen und
• in einer für amtliche Verlautbarungen bestimmten Zeitung veröffentlichen.

 

Stand: 25.5.2012


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